Gestaltungsanspruch der qual. Forschung

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Qualitative Forschung hat in vielen Förderprojekten vor allem einen Evaluationsauftrag. Häufig bedeutet das, dass qualitative Daten (z.B. aus Interviews, Gruppendiskussionen oder Beobachtungen) zur rückblickenden Darstellung und Bewertung von Projektprozessen und der Zielerreichung bei Projektende herangezogen werden. Der Nachteil an dieser Herangehensweise ist, dass die Ergebnisse der Forschung in Form von best-practive-Beispielen, Verbessungsvorschlägen, allgemeinen Empfehlungen etc., in dem Projekt, in dem sie entstanden sind, nicht mehr beachtet werden können.
Die qualitative Forschung in #ko.vernetzt vertritt hingegen einen Gestaltungsansatz bzw. den Anspruch, dass (Teil-)Ergebnisse der Forschung frühzeitig immer wieder in das Projekt fließen und somit Teil des Entwicklungsprozesses werden. Damit einher geht die Herausforderung, dass z.B. Handlungsempfehlungen, die vergleichsweise früh an die Praxispartner*innen gegeben werden, nur einen vorläufigen Charakter haben. Zum Gegenstand der qualitativen Forschung werden somit ebenfalls Beobachtungen der Praxispartner im Umgang mit Forschungsergebnissen und die Weiterentwicklung von z.B. Handlungsempfehlungen.
Die wiederkehrende Pendelbewegung aus Analyse (z.B. durch Beobachtungen, Interviews etc.) und (Weiter-)Entwicklung (von Praxismethoden, Handlungsempfehlungen, etc.) stellt einen wichtigen Baustein im Projekt dar. Im Mittelpunkt dieser Vorgehensweise in #ko.vernetzt stehen sowohl Fragen der Qualifizierung von Fachkräften in einem Bildungswerk als auch Fragen der strukturellen Organisationsentwicklung eines Bildungswerks in der Digitalisierung sowie der praktischen Begleitung von Entwicklungsprozessen. Konkret bearbeitet werden u.a. Fragen zum „guten Arbeiten in einem Bildungswerk in der Digitalisierung“, zum „Wissensmanagement in einem vernetzten Bildungswerk“ und zu „Multiplikator*innen in einem Bildungswerk mit hohem Weiterbildungsanspruch“ [Querverweis auf Dialog-Rückblick].
Die Forschenden greifen hierbei auf ein Modell zurück, dass die Verschränkung von Forschung und Praxis systematisiert. Das Modell der sog. gestaltungsorientierten Forschung bzw. Design-Based-Research versteht dieses Vorgehen als Möglichkeit zur Entwicklung neuer Lösungsansätze für wiederkehrende Herausforderungen. Das wissenschaftliche Ziel der Übertragung von Erkenntnissen wird dann weniger in den Lösungsansätzen selbst gesehen, sondern in der Entwicklung von sog. „Gestaltungsaussagen“ bzw. „design-principles“, die aus den Erkenntnissen der Entwicklungs- und Implementierungsprozessen resultieren.

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